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“Der Zweite Weltkrieg auf Twitter” – muss das sein?


Ich setze mich nicht gerne dem Vorwurf aus, gegenüber experimentellen Nutzungen digitaler Medien nicht genügend aufgeschlossen zu sein. Aber das von Anna Gielas in der NZZ (dito von Telegraph, BBC und http://www.huffingtonpost.com/2011/11/14/real-time-world-war-ii-twitter_n_1093345.html) gelobte Projekt @RealTimeWWII eines 24-jährigen Oxford-Studenten namens Alwyn Collinson lässt mich nicht nur den Kopf schütteln, sondern – den Musen der Digital Humanities sei’s geklagt – regelrecht erschaudern. (weiterlesen …)

Auch das noch (II): Der zweite Weltkrieg auf Facebook

Passend zum Start der ersten Facebook-Präsenz eines historischen Instituts im deutschsprachigen Raum hier der Hinweis auf einen (selbstverständlich anonymen) Versuch, die komplexe Handlung des Zweiten Weltkrieges in der Newsfeed-Darstellung von Facebook abzuhandeln. Und auch hier sei die Frage an die geschätzte Leserschaft gestellt: Geht das? Darf man das? Bringt das was (medienhistorisch, geschichtsdidaktisch, kulturwissenschaftlich)?
Nebst den parodistisch anmutenden Versuchen, mit facebook-typischen Ausdrücke die Ereignisse wiederzugeben, fällt vor allem auf, dass die Darstellung (wenn man das so bezeichnen will) sich ausschliesslich auf das Kriegsgeschehen beschränkt und beispielsweise den Holocaust komplett ausblendet. Soweit geht die Lust an der Parodie dann doch nicht.

via Kliosurft

 

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