Google Wages War on Spam

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A History of the World in 100 Seconds from Gareth Lloyd on Vimeo.
Wikipedia eignet sich aufgrund seiner Datenstruktur hervorragend für allerlei Experimente im Sinne der hier bereits mehrfach thematisierten Data Driven History. Eine beinahe maximal mögliche Datenaggregation haben die beiden BBC-Mitarbeiter Gareth Lloyd und Tom Martin im Rahmen des History Hack Day anfangs Jahr in London programmiert.
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Vor kurzem schrieben wir an dieser Stelle respektive in der Neuen Zürcher Zeitung einige Male über die wachsende Bedeutung von Daten für die historische Forschung und insbesondere über die noch weitgehend unerschlossenen Möglichkeiten der Visualisierung grosser Datenmengen – Stichwort «Data Driven History».
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«Digital» bedeutet zunächst einmal, «auf Ziffern beruhend», «durch Ziffern ausgedrückt». Hauptmerkmal einer digitale Geschichtsschreibung wäre demnach ihre Zahlenbasiertheit. Tatsächlich deutet vieles daraufhin, dass mit dem «digital turn» der letzten Jahre Zahlen und Daten eine neue Bedeutung in der Geschichtswissenschaft erhalten könnten.
Anders aber als bei der quantitiv orientierten Geschichtswissenschaft, die sich seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts als eine «Historische Sozialwissenschaft» zu formieren begann, orientiert sich eine neue, eben erst entstehende «data driven history» an kulturwissenschaftlichen Methoden und Fragestellungen.
Anthony Grafton hat es so formuliert: «The digital humanities do fantastic things. I’m a believer in quantification. But I don’t believe quantification can do everything. So much of humanistic scholarship is about interpretation.»
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In Basel, wo sich bekanntlich der Konzernsitz von hist.net befindet, spielen sich zur Zeit hochdramatische lokalpolitische Medienereignisse ab. Die einzige (und ziemich marode) Lokalzeitung der Stadt wurde vor einigen Monaten von rechtsbürgerlichen Investoren übernommen, eine von links nach rechts konvertierte Edelfeder als Chefredaktor installiert und der abgewählte Bundesrat Christoph Blocher als Berater verpflichtet. Nun aber regte sich Widerstand in der Stadt, die Investoren stiessen daraufhin das verschuldete Lokalblatt an einen gut vernetzten Selfmade-Manager ab und die Restbestände einer kritischen Öffentlichkeit rätseln seither darüber, woher dieser das nötige Kleingeld für diesen Deal hergehabt haben könnte.
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Unser geschätzter Wikipedia-Experte Nando Stöcklin twitterte kürzlich über eyePlorer.com, eine Plattform, die interaktiv Datenbestände der Wikipedia visualisiert. Das lädt zwar zu lustigen Spielereien ein, ein tiefer Sinn oder gar die Möglichkeit, dies auch für historische Forschungsprojekte nutzen zu können, fiel uns noch nicht ein. Aber die Kollegen von der Diadaktik-Front, die ja zur Zeit allemsamt sich in Berlin versammeln, werden uns sicherlich schon bald Ideen und entsprechende didaktische Umsetzungsschemata präsentieren.

Das Thema Wikipedia und die Wissenschaften hat, wie in den letzten Tagen sich auch in diesen Spalten beobachten liess, immer noch Hochkunjunktur. Wir haben uns deshalb entschlossen, eine Auslegeordnung möglicher Forschungsfragen zu machen, ein Framework zu dem, was noch auf unserer Agenda steht.
Dieses Framework ist das Destillat unserer eigenen bisherigen Arbeiten, aber natürlich auch sehr stark geprägt von den Ideen und Impulsen, die hier immer wieder geäussert wurden. Ein grosses Dankeschön deshalb nach Aachen, Wien, Bern und überall dorthin, von wo die Diskussionen ebenfalls bereichert wurden.
Die Skizze wird in den nächsten Wochen in den Spalten der Schweizerischen Zeitung für Geschichte im Druck erscheinen, als Preprint ist er natürlich bereits hier verfügbar.
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Heute, am 5. Dezember 2008, findet die Abschlussveranstaltung zum Projekt Geschichte Online statt, worauf Kollega Haber bereits hingewiesen hat.
Der Verein Memoriav organisiert jedes Jahr ein Kolloquium zur Weiterbildung interessierter Kreise. In diesem Jahr lautet der Titel «Bilder und Töne entziffern» und befasst sich mit der Interpretation von audiovisuellen Quellen vornehmlich im Unterricht.
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Also – das hat nicht wirklich etwas mit Geschichtswissenschaften zu tun, oder mit eLearning. Aber mit digitalen Medien, bzw. der Verschmelzung von Unterhaltungs-Display und Arbeitsoberfläche, die mittels digitalen Medien mehr oder minder offensichtlich (oder schleichend) von statten geht. Und es ist nett anzuschauen.