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Geschichte twittern?

Vor einigen Tagen habe ich mich kritisch über das Projekt eines englischen Junghistorikers geäussert, der den zweiten Weltkrieg mit Twitter-Nachrichten in “Realtime” nacherzählen will. In den verschiedenen Reaktionen kam auch die Bitte, Kriterien zu benennen, mit denen ein Einsatz von Twitter zur Darstellung historischer Sachverhalte beurteilt werden könnte. Nachdem Kollege Bernsen schon erste Überlegungen formuliert hat, folgt hier eine erste Annäherung meinerseits. (weiterlesen …)

“Der Zweite Weltkrieg auf Twitter” – muss das sein?


Ich setze mich nicht gerne dem Vorwurf aus, gegenüber experimentellen Nutzungen digitaler Medien nicht genügend aufgeschlossen zu sein. Aber das von Anna Gielas in der NZZ (dito von Telegraph, BBC und http://www.huffingtonpost.com/2011/11/14/real-time-world-war-ii-twitter_n_1093345.html) gelobte Projekt @RealTimeWWII eines 24-jährigen Oxford-Studenten namens Alwyn Collinson lässt mich nicht nur den Kopf schütteln, sondern – den Musen der Digital Humanities sei’s geklagt – regelrecht erschaudern. (weiterlesen …)

Vom Nutzen und Nachteil von Twitter an Tagungen

Über den Nutzen und den Nachteil von Twitter in den Wissenschaften ist in den letzten Monaten nicht zu knapp berichtet worden. Zu erwähnen wäre zum Beispiel die Studie «Microblogging und die Wissenschaft. Das Beispiel Twitter» von Jana Herwig, Axel Kittberger, Michael Nentwich und Jan Schmirmund. Darin beschrieben die Autoren/innen sowohl die wissenschaftsinterne als auch die -externe Nutzung von Twitter. Eines der Themen war natürlich die Nutzung von Twitter an Tagungen. Gabriela Gosseck und Carmen Holotescu hingegen haben sich in ihrer kürzlich vorgelegten Untersuchung auf den Aspekt Twitter in Unterricht und Lehre befasst.
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Gezwitscher aus Berlin

Bevor in Kürze unser Bericht zur .hist2011 in Berlin folgt, hier bereits einige Impressionen aus den letzten Tweets.

Die Hashtags der Woche

Für alle, die nicht an allen Konferenzen gleichzeitig sein können, hier die Hashtags der Woche:

Bitte weitere Hashtags in die Kommentarspalte posten!

Twittern für die F.A.Z.

Stell Dir vor, Du twitterst unbekümmert (um nicht zu sagen etwas polemisch) an einer Tagung mit, sagen wir, sechzig Leuten. Und ein paar Tage später zitiert die F.A.Z. aus einem Deiner etwas vorlauten Tweets. So geschehen im Nachgang zur Tagung «Dans la toile des médias sociaux / Im Netz der sozialen Medien» Ende Juni in Paris. Soll noch einer sagen, twittern sei irrelevant für die Wissenschaft (wie ich das selbst anfangs etwas vorwitzig gesagt habe – Asche über mein Haupt).

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«Im Warteraum der Geschichte»

Ich weiss nicht, wer «ronroggen» ist, aber seine Kurzbeschreibung auf Twitter ist einfach wunderschön: «Im Warteraum der Geschichte tätig».

1000 Artikel in 5 Jahren weblog.histnet – der Anfang vom Ende oder das Ende vom Anfang?

Was vor 5 Jahren als bescheidener Selbstversuch begonnen hat, hat vor kurzem eine beachtliche Marke erreicht. Unser Weblog, gestartet am 25. September 2005 mit dem obligaten Eröffnungspost zur Frage «warum dieser Blog?», hat gestern den 1000. Artikel publiziert – verfasst von Kollega Haber, der mich mittlerweile in punkto Publikationsfleissigkeit und Publikumsinteresse auf diesem Weblog1 schon seit geraumer Zeit überholt hat, und sinnigerweise inhaltlich den Umstand betreffend, dass wir in den Wissenschaftsblog-Charts auf Rang vier vorgestossen sind.

Es gäbe nun verschiedene Möglichkeiten, dieses Jubiläum zu begehen: Einen Rückblick mit den herausragenden Blogposts der letzten Jahre – den längsten, den am meisten diskutierten, den schönsten, den witzigsten usw. – vielleicht ein Wettbewerb, um einen solchen Beitrag durch unsere Leserschaft küren zu lassen (Vorschläge können im Kommentar angebracht werden), Offline-Feierlichkeiten verschiedener Ausprägungen, eine Festschrift oder ein Online-Denkmal. Oder die Einstellung des Weblogs.
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  1. in anderen Bereichen gab es nix zu überholen []

Ein Tweet ist ein Tweet ist ein Tweet

Nehmen wir einmal an, «schnapsnase» wäre nicht einfach ein Witzbold, sondern er wäre – zum Beispiel – eine exponierte Figur einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt. Und nehmen wir weiter an, wir könnten sicher sein, dass der Beitrag «echt», also tatsächlich von der exponierten Figur der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt verfasst worden wäre.

Was wäre ein solcher Tweet? Ein ironischer Beitrag zur «Überfremdungs»-Debatte in der Schweiz? Ein Skandalon mit anschliessendem Karriereknick für die besagte exponierte Figur? Oder einfach ein Ausloten der Möglichkeiten, die Twitter im öffentlichen Diskurs bietet?
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Historikerfrust im digitalen Zeitalter

Jetzt hab ich gestern erfahren, dass H-Soz-Kult schon länger auf Twitter aktiv ist, bzw. seine Mitteilungen ausliefert (wie konnte mir das entgehen?), nur um zu bemerken, dass Archivalia (im Gegensatz zu H-Soz-Kult selber, die sich dazu vornehm ausgeschwiegen haben) dies bereits am 30. Mai 2010 mitgeteilt hat (wie konnte mir das entgehen?), und dann zu realisieren, dass H-Soz-Kult den Twitter-Account seit dem 31. Juli 2010 – so scheint es zumindest – nicht mehr bespielt (wie konnte mir DAS entgehen?). Alles schon Geschichte, Mensch!

 

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