Von Jan Hodel am 9. Februar 2010
Kategorie: Berichte und Rezensionen | Tags: digital history, Geschichtsblogosphäre, Geschichtswissenschaften, infoclio, Schweizer Geschichtstage, Zeittaucher| Print-Version
| Keine Kommentare »

Die Grenze bei Basel. Nass. Unfreundlich. Nebulös. Interpretationsoffen.
Die 2. Schweizer Geschichtstage sind mittlerweile ihrerseits Geschichte, in der Internet-Zeitrechnung (die auch für historisch orientierte Blogs gilt, selbst wenn sie von Schweizern – manchmal auch von Schweizerinnen- geschrieben werden) sogar Prähistorie: nach «gefühlter» Zeit liegen die 2. sogar schon weiter zurück, als es bis zu den 3. dauert (diese werden, ein kleiner Informationshappen zwischendurch, anno 2013 in Freiburg im Üechtland, also im schweizerischen Freiburg, durchgeführt).
Dieses einleitende Gemurmel versucht zu verschleiern, dass die Männer von hist.net alt geworden sind (wie Kollega Haber – wie immer – bereits treffend bemerkt hat). Das Privileg, als einzige oder zumindest erste Teilnehmer – eben ganz «digitale historians» – von solchen Anlässen zu berichten (wie weiland in Schleswig), mussten wir mittlerweile preisgeben. Die Konkurrenz schläft nicht: Die Laptop-Dichte hat an den Geschichtstagen erheblich zugenommen, und auch wenn nicht alle den mittlerweile standardmässig vorhandenen PWLAN-Zugang fürs Bloggen nutzten, so sind wir doch in der Berichterstattung über die Geschichtstage regelrecht abgehängt worden. (weiterlesen…)
Von Jan Hodel am 28. August 2009
Kategorie: Forschung und Praxis | Tags: Geschichte, Geschichte 2.0, Geschichte und Wikipedia, Geschichtswissenschaften, Reihe GSWP, Wikipedia| Print-Version
| 4 Kommentare »

Dies zu Beginn des zweiten Eintrag dieser kleinen Blog-Reihe gleich vorweg: Ich werde hier nicht die Meinung vertreten, dass die zählbare Indikatoren die einzigen oder wichtigsten Indizien sind, um sich ein Bild über die Bedeutung von Wikipedia zu machen. Für aufschlussreich halte ich sie allemal. Und sei es nur, um sich zu vergegenwärtigen, welche Aussagen mit Auszählungen gemacht werden können, und welche nicht.
(weiterlesen…)
Von Jan Hodel am 4. Januar 2009
Kategorie: Berichte und Rezensionen | Tags: Blog des Monats, DDR, Geschichtsblogosphäre, Geschichtskombinat, Geschichtswissenschaften, Marvin Brendel, Unternehmensgeschichte| Print-Version
| 2 Kommentare »

Eine neue Kategorie innerhalb der Geschichtsblogosphäre hat Marvin Brendel mit Geschichtspuls.de eröffnet: Das Blog-Magazin. Das ist ein Weblog, das aussieht wie eine Online-Magazin. Diese Aussage trifft vor allem auf die formale Aufmachung von Geschichtspuls.de zu, gilt aber auch für den inhaltlichen Auftritt. Die flüssig geschriebenen und runden Beiträge richten sich an ein breiteres Publikum und könnten gut und gerne auch einen Platz in einer Tageszeitung finden. Nachteil dieser Magazin-Ausrichtung: Geschichtspuls.de bietet kaum Links oder Hinweise in die Geschichtsblogosphäre. (weiterlesen…)
Von Peter Haber am 13. Februar 2008
Kategorie: Allgemein, digital.past | Tags: digital.past, Film. Buch, Geschichtswissenschaften, Hörspiel, Historiographie, Medialität, Medienwissenschaften, Weblog, Wiki| Print-Version
| Keine Kommentare »

An den meisten Univeristäten in der Schweiz beginnt bereits nächsten Montag das sogenannte Frühjahrssemester (womit die unselige Abkürzung «SS» für Sommersemester endlich obsolet geworden ist) und so ist es langsam an der Zeit, die Webseiten zu aktualisieren … Am Montag wird die erste Sitzung meines Seminars «Die Medien der Geschichte» stattfinden. Ich freu mich, nach vielen Jahren wieder in Luzern unterrichten zu dürfen, denn die Universität hat eine angenehme Grösse und das Historische Seminar strahlt eine angenehme, konstruktive Atmosphäre aus.
Mit dem Thema «Die Medien der Geschichte» werde ich zwar nicht Neuland betreten, aber ein Seminar abhalten, das recht nahe an den aktuellen Forschungsthemen im Schnittfeld von Geschichts- und Medienwissenschaften liegt. Wir werden einige grundlegende Texte lesen – von Crivellari etwa und von Schanze – und natürlich viel mit Beispielen und konkreten Fragestellungen arbeiten. Je nach dem, wieviele Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kurs sein werden, werden wir auch ein Weblog oder unser Wiki verwenden.
Von Jan Hodel am 29. September 2007
Kategorie: Diverses | Tags: Buch, Digitalisierung, Geschichtswissenschaften, Google, Historisches Lexikon der Schweiz, Urheberrecht, Weblog, Wiki, Wikipedia| Print-Version
| 2 Kommentare »
Wie Kollege Haber schon im Weblog (und anderswo… NEID!) berichtet hat, ist Wikipedia aus Anlass des Wikipedia-Tages in Bern (wieder einmal) zu einem Thema der Medien geworden. Was ich je länger je interessanter finde: zwar reden die meisten über Fragen der Qualität der Einträge oder der Nutzung von Wikipedia. Viele konkrete Anwendungen haben weitaus mehr mit Geschichte zu tun, als man zunächst annehmen würde.
(weiterlesen…)
Von Jan Hodel am 18. September 2007
Kategorie: Netzwelten | Tags: Geschichte 2.0, Geschichtslernen, Geschichtswissenschaften, Historische Online-Kompetenz, Visualisierung, Web 2.0, YouTube, Zeitleisten| Print-Version
| 3 Kommentare »
Jonas Wegener von histucation hat unter dem Stichwort “Zeitleisten im Web 2.0” einige Projekte vorgestellt, die einen web-2.0-Zugang zur Geschichte anstreben. Auf Webplattformen sollen registrierte Nutzer ihre persönlichen Erlebnisse entlang einer Zeitleiste eintragen. Denkt man dies zu Ende, gäbe dies eine komplette Erfassung aller Ereignisse, die Menschen auf der Welt erleben und für wichtig erachten. Einerseits ein riesiger Fundus für die Geschichtswissenschafter, andererseits aber auch Ausdruck des Traums von der zugleich “totalen” und “individualisierten” Geschichte. (weiterlesen…)
Von Jan Hodel am 14. September 2007
Kategorie: Diverses | Tags: Bolz, Geschichtswissenschaften, Hypertext, Krameritsch| Print-Version
| 4 Kommentare »

Seit dem Vortrag von Norbert Bolz weiss ich, dass Weblogs emotional und subjektiv sein müssen, um authentisch zu wirken. Daher ganz emotional und subjektiv die freudige Mitteilung, dass die Dissertation von Kollege Krameritsch (die erste umfassende wissenschaftliche Monographie zu den Auswirkungen des Hypertexts auf die Praxis der Geschichtswissenschaften) erschienen und nun endlich im Buchhandel (on- und offline) und hoffentlich auch bald in der Bibliothek Ihrer Wahl erhältlich sein wird. Wirklich emotional ist der Fakt (pardon: empfinde ich den Fakt), dass ich ein gewidmetes Exemplar erhalten habe und zur öffentlichen Vorstellung dieses Buches (und eines anderen) als Teilnehmer an der Podiums-Diskussion (dazu hier mehr) eingeladen worden bin (gemeinsam mit Peter Haber und Michael Nentwich). Das ist doch glatt: Weihnachten in September!
Von Jan Hodel am 7. Juli 2007
Kategorie: Berichte und Rezensionen | Tags: Blog des Monats, digital.past, Geschichtswissenschaften, Tantner, Weblog| Print-Version
| 2 Kommentare »
Es wird Zeit, dem (soweit mir bekannt) dienstältesten Geschichtsblog deutscher Sprache zu seinem zweijährigen (!) Jubiläum zu gratulieren. Am 24. Juni 2005 stellte Anton Tantner ein Foto von einem Hausnummernschild in Prag in seinen Weblog namens adresscomptoir. Der Name ist Programm: Tantner geht es in seiner Forschungsarbeit um die historische Dimension von Adressen: sei es in der raumstrukturierenden Funktion etwa in Adressbüros oder in der physischen Konkretisierung als Hausnummer. (weiterlesen…)
Von Peter Haber am 15. Dezember 2006
Kategorie: Netzwelten | Tags: Citizendium, Geschichtswissenschaften, HOK Schreiben, Lorenz, Wikipedia| Print-Version
| Keine Kommentare »
Nach einer Flut von zum Teil unsäglich nichts sagenden Beiträgen zum Thema Wikipedia und die Geschichtswissenschaften scheint eine ernstzunehmende Debatte endlich auch im deutschen Sprachraum angekommen zu sein. In der neuesten Ausgabe der WerkstattGeschichte greift Maren Lorenz (Hamburg) das Thema fundiert und sachkundig auf. Sie beschreibt dabei die Mechanismen von Wikipedia und diskutiert Relevanz und Auswirkungen für das wissenschaftliche Schaffen. Ebenfalls in diesen Tagen scheint die Debatte um das Citizendium – citizens’ compendium of everything – anzulaufen. Ob dieses vermeintliche Wikipedia 2.0 uns von den Grundübeln von Wikipedia befreien wird, darf allerdings bezweifelt werden.