Von Peter Haber am 13. August 2010
Kategorie: Allgemein | Tags: Chronologie, Didaktik, Geschichtsdidaktik, Geschichtsunterricht, Geschichtswissenschaft| Print-Version
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Daniel Eisenmanger hat meinen polemischen Einwurf von gestern verdankenswerterweise ausführlich kommentiert. Er schreibt, wenn ich das ganz kurz zusammenfassen darf, dass es u. a. sinnvoll sei, einen chronologisch orientierten Geschichtsunterricht zu durchbrechen, gerade weil die Schülerinnen und Schüler von einer chronologischen Darstellung überfordert seien.
Als Beispiel nennt er die attische Demokratie, die im herkömmlichen Lehrplan im 7. Schuljahr thematisiert wird und wohl eher zwei Jahre später behandelt werden sollte, denn in «diesem Alter ist politische Teilhabe den Schülern wesentlich näher, weil eine gewisse Reife und ein Interesse an gesellschaftspolitischen Zusammenhängen wächst.»
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Von Peter Haber am 12. August 2010
Kategorie: Allgemein | Tags: Didaktik, Geschichtsunterricht, Postmoderne| Print-Version
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Die spinnen, die Brandenburger! Weil die Schüler in Brandeburg zu wenig über die DDR wüssten, will man vom chronologischen Geschichtsunterricht wegkommen, wie Daniel Eisenmenger in seinem Blog berichtet:
Brandenburg plant ab dem Schuljahr 2011/12 den chronologischen Durchgang zugunsten von Themenfeldern aufzugeben, so dass u.a. die DDR-Geschichte früher behandelt werden kann. Diese soll dann auch schon in Klasse 7 Thema werden im Themenbereich «Schule in Diktatur und Demokratie», also einem schülernahen Erfahrungsraum. Ausgelöst wurde die Änderung durch den Befund, dass Schüler so wenig über DDR-Geschichte wissen. Ähnliches gilt wohl auch für andere Gebiete.»
Wieso nicht gleich konsequent die Geschichte rückwärts erzählen? Dass also auf den Realsozialismus der Nationalsozialismus folgt und dann die Weltwirtschaftskrise! Wir schlagen vor, dass konsequenterweise in Brandenburg in Zukunft das Bruchrechnen vor dem kleinen Einmaleins unterrichtet wird und der Französischunterricht mit dem gérondif II beginnt. Alternativ könnte man ja die Mathematik auch mit dem «Themenfeld» Dualsystem beginnen lassen und in der ersten Französisch-Stunde Foucault lesen. Zum Beispiel «Wahnsinn und Gesellschaft». Das wäre dann auch ziemlich «schülernah».
Von Peter Haber am 3. November 2009
Kategorie: Allgemein | Tags: Didaktik, eLearning, Peter Tremp, Ricarda Reimer, Univeristät Zürich, UZH| Print-Version
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Letzte Woche luden Ricarda T. D. Reimer vom E-Learning Center und Dr. Peter Tremp von der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich zu einem «wissenschaftlichen Tagesgespräch» an den runden Tisch nach Zürich. Es ging um die Frage, wie das Konzept der «Forschenden Lehre» sinnvoll im Hochschulbereich eingesetzt werden kann und welche Perspektiven netzbasierte Arbeitsumgebungen für die «Forschende Lehre» bieten könnten.
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Von Elias Kreyenbuehl am 20. Oktober 2008
Kategorie: Allgemein, Berichte und Rezensionen, Netzwelten | Tags: Didaktik, Digitale Gesellschaft, Digitalisierung, iPhone, iPod, Kulturwissenschaften, Medienbruch, Mediendidaktik, Medienkompetenz, Medienwissenschaften, usability| Print-Version
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«Digital Creativity» ist eine interdisziplinär ausgerichtete Zeitschrift, welche sich dem Themenkomplex rund um die Nutzung digitaler Medien widmet und viermal jährlich erscheint. Der kreative Geist scheint die aus unterschiedlichen Richtungen stammenden Artikel zu beleben. Die Beiträge handeln entweder von der Implementierung brandneuer Gadgets (wie z.B. Wearables) oder es geht um deren Einsatz in einem mediendidaktischen Umfeld.
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Von Peter Haber am 26. September 2008
Kategorie: Allgemein | Tags: Bilder, Didaktik, Geschichtsdidaktik, Mediendidaktik, Memoriav, Schule, Unterricht, Visualisierung| Print-Version
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Der Verein Memoriav organisiert jedes Jahr ein Kolloquium zur Weiterbildung interessierter Kreise. In diesem Jahr lautet der Titel «Bilder und Töne entziffern» und befasst sich mit der Interpretation von audiovisuellen Quellen vornehmlich im Unterricht.
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Von Peter Haber am 16. März 2008
Kategorie: Allgemein, Wikipedia, digital.past | Tags: Archiv, Didaktik, digital.past, Gedächtnis, Geschichtsdidaktik, Speicher, Web 2.0, Weblog, Wiki-Systeme, Wikipedia, Wikipedistik| Print-Version
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In einem halben Dutzend Lehrveranstaltungen an den Univeristäten Basel, Luzern und Zürich habe ich in den letzten Semestern mit Wiki-Systemen und Weblogs gearbeitet. In jeder Lehrveranstaltung variierte ich das Szenario, um Erfahrungen zu sammeln und die unterschiedlichen Nutzungspotentiale auszuloten.
Die (Zwischen-)Bilanz ist durchaus positiv: Die Möglichkeiten sind enorm, die Bereitschaft der Studierenden, auf diese neuen Tools einzusteigen (mit ganz wenigen Ausnahmen) auch. Die Ergebnisse sind alles in allem erfreulich, und zwar auch dann, wenn die Nutzung und der Einsatz nicht oder kaum reglementiert und besprochen werden.
Ich habe eine erste Beschreibung der verschiedenen Szenarien auf unserer Plattform hist.net zusammengestellt. Im Laufe des Sommers soll eine ausführlichere und auch didaktisch fundiertere Auswertung folgen. Anregungen und Hinweise zu ähnlichen Unterfangen werden gerne und dankend in den Kommentarzeilen entgegengenommen!
Für das kommende Herbstsemester sind übrigens in Basel ein Forschungsseminar zum Thema «Wikipedistik. Medienpraktische Forschungen im Web.2.0» geplant sowie ein reguläres und intensiv mit einem Weblog begleitetes Seminar mit dem Titel «Archiv, Speicher, Gedächtnis. Wissenschaftshistorische und medientheoretische Erkundungen».
Von Peter Haber am 29. Dezember 2007
Kategorie: Allgemein | Tags: Buch, Buch der Woche, Didaktik, Diskursanalyse, Einführungsliteratur, Erzählen, Geschichtsdidaktik, Geschichtswissenschaft, Geschihtstheorie, Grundkurs, Handbuch, Narration, Narrativität, Studienliteratur, Wissenschaft| Print-Version
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Das heutige Buch der Woche hat eigentlich mit digitaler Geschichtswissenschaft oder Neuen Medien gar nichts zu tun. Trotzdem möchten wir es heute hier kurz vorstellen, denn es ist ein hifreiches Kompendium durch die vielen Themen und Felder der aktuellen Geschichtsdebatten. Für die kürzlich erschienene dritte Auflage des von Hans-Jürgen Goertz herausgegebenen “Grundkurses” wurden zahlreiche Beiträge gründlich überarbeitet und drei neue Themen fanden Eingang in das dickleibige, 860 Seiten umfassende Buch: Linguistic Turn, Diskursanalyse und Globalgeschichte.
Die drei Grosskapitel des Buches sind überschreiben mit “Der historische Erkenntnisprozess”, “Epochen der Geschichtsschreibung, historische Fächer und Spezialdisziplinen” sowie “Konzeptualisierung von Geschichte”. Die einzelnen Beiträge sind dicht und knapp und mit weiterführenden Literaturhinweisen versehen. Die Themenpalette ist sehr gross, von der Kirchengeschichte über die “Varianten des historischen Erzählens” bis hin zu Geschichtsdidaktik und Geschichtstheorie sind die meisten heute im Feld der Geschichtswissenschaft diskutierten Themen angesprochen.
Dass das Thema der Medialität der Geschichte und mithin die Frage nach den Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die Geschichtswissenschaft in einem Grundkurs gar keine Erwähnung findet, erstaunt auf den ersten Blick. Bleibt zu hoffen, dass in der vierten Auflage auch diese Aspekte Eingang finden werden.
Goertz, Hans-Jürgen (Hrsg.): Geschichte. Ein Grundkurs, Reinbek 2007 (3. Auflage).
Von Jan Hodel am 10. Oktober 2007
Kategorie: Diverses | Tags: Didaktik, e-learning, Geschichte 2.0, Geschichtslernen, Google, Hypertext, Web 2.0, Wiki, Wikipedia| Print-Version
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Aus Anlass einer Podiumsdiskussion in Wien, zu der ich als Diskutant eingeladen wurde, habe ich versucht, einige Erkenntnisse aus meiner bisherigen Forschungsarbeit zusammenzufassen. Dabei interessierte mich (ausgehend von der Frage des Podiums nach der Rolle von Hypertext und digitalen Medien im universitären Alltag) als Historiker und Kulturwissenschaftler, ob Nutzungstechniken ausgemacht werden können, die die den digitalen Medien inhärent sind, also nicht von anderen Medien (etwa Büchern oder elektronischen Medien) auf die digitalen Medien übertragen werden. Natürlich interessiert mich als Didaktiker die Frage, ob daraus Schlussfolgerungen für E-Learning-Szenarien gezogen werden können. (weiterlesen…)
Von Jan Hodel am 10. Oktober 2007
Kategorie: Berichte und Rezensionen | Tags: Buch, Didaktik, e-learning, E-Science, Geschichtslernen, Krameritsch, Kulturwissenschaften, Schmale| Print-Version
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Das Leben eines Blogger steckt voller Unwägbarkeiten: Da habe ich mich am Montag abend in einer wunderschönen Umgebung (Semper-Depot der Akademie der Bildenden Künste) installiert, um möglichst direkt über die Buchvorstellung zu berichten, zu der das gesamte hist.net-Team auf das Podium eingeladen wurde – dann kommt es hier zu einem Gespräch, dort zu einem Glas Wein, dann ist im Blog-Beitrag da noch eine Aussage, die unklar formuliert erscheint, und noch ein Link, der fehlt; schliesslich wird es spät und im Hotel gibt es ja (einen teuren) Internet-Anschluss, folglich kann ich (so denk ich) ja dort den Beitrag zu Ende schreiben… – tja, und dann geht der Internet-Anschluss eben nicht, und bis ich wieder im Internet-Empfangsbereich bin, hat Kollege Haber alles Wesentliche bereits der interessierten Öffentlichkeit mitgeteilt, sogar die wunderschöne Idee von Jakob Krameritsch mit den T-Shirts (auch ein medienwissenschaftlich noch kaum erforschtes Objekt). So bleibt mir nur, ein paar Eindrücke von meiner Seite nachzuliefern.
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Von Jan Hodel am 14. September 2007
Kategorie: Diverses | Tags: Didaktik, e-learning, gmw07, Krameritsch, Medidaprix, open content| Print-Version
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Der Medida-Prix ist ein prominent dotierter Preis (100000 €), der alljährlich an der GMW-Tagung vergeben wird. Aus diesem Grund erhalten jene zehn Projekte, die von der Jury als beste beurteilt werden, die Gelegenheit, sich dem Tagungspublikum vorzustellen. In diesem der Online-Didaktik gewidmeten Umfeld sind Projekte aus dem Fach Geschichte weniger selten, als man annehmen möchte. So gewannen 2004 die Wiener Kollegen von past.perfect einen Drittel des Preise (und den Publikumspreis), 2002 gewannen die Zürcher Kollegen von ad fontes die Hälfte des Preises (der Preis wird seit Jahren auf zwei bis drei Projekte verteilt). Ein interessantes Projekt aus dem Grenzbereich ist das letztjährige Gewinnerprojekt elibrary aus Österreich. (weiterlesen…)