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Archiv zur Kategorie 'Wikipedia'

Wikipedia: Die erste (und letzte?) Million


Am 28. Dezember 2009 ist der einmillionste Artikel1 in der deutschsprachigen Wikipedia erstellt worden. Dazu gratulieren auch wir der beteiligten Community zunächst einmal ganz herzlich. Das Jubiläum belegt zwar die Vitalität des offenen Enzyklopädie-Mitmach-Projektes, wird aber überschattet von einem seit längerem anhaltenden erbitterten Disput über seine zukünftige Ausgestaltung. (weiterlesen…)

  1. Passenderweise ein biografischer Artikel über einen noch lebenden, halbwegs bekannten Wissenschafter in den USA []

Guerrilla Internet Educators of History

History is present on internet not only through digital archives or websites of historical institutions. Common internet user talks about the past on discussion boards, in comments published on popular sites (like YouTube), while reading blogs or editing Wikipedia entries. This sphere of historical discussions usually (excluding maybe Wikipedia) is ignored by educators. There is no tools and no knowledge how to find, observe and moderate such activities – which can be recognized as a part of historical culture. Because of the growing impact of internet on social historical awareness and the potential range of such online distribution of history topics, that sphere may become one of the most important environment of historical education on internet.

Under the discussion about historical politics in Poland The KARTA Center has organized some time ago special panel. In his comment published later in the quarterly KARTA Tadeusz A. Olszański, polish journalist, political scientist and translator of J.R.R. Tolkien essays and poems proposed that historical institutions and educators should be more engaged in the internet sphere. Wikipedia for him is an excelend tool for realizing educational projects. Professional educators working in the institutions could be taking part in the discussions about historical entries, inspiring new ones and engaging Wikipedians to collaborate with them on the next projects.
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Michael Hagner erhält den Sigmund-Freud-Preis

Michael Hagner, Wissenschaftshistoriker an der ETH Zürich, erhält den diesjährigen «Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa». Dieser Preis wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt seit 1964 zur «zur Förderung einer Gattung (gelehrte Prosa) verliehen, die der Akademie im Vergleich zu anderen europäischen Literaturen, bei den Schaffenden wie bei den Aufnehmenden, nicht gebührend geschätzt und daher auch nicht genügend entwickelt erscheint.»
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Millionensegen für Wikipedia

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Wie die Nachrichtenagentur AP meldet, erhält die Wikimedia-Stiftung, die hinter Wikipedia steht, drei Millionen Dollar für die nächsten drei Jahre von der amerikanischen Sloan Stiftung.

Mit dem Geld soll die finanzielle Unabhängigkeit von Wikipedia garantiert, aber auch der Inhalt der freien Enzyklopädie verbessert werden. Die Spende ist die grösste Zuwendung, die Wikimedia bisher erhalten hat. Das Jahresbudget der Wikimedia-Stiftung beträgt rund 4,6 Millionen Dollar, die vor allem für die Serverinstrastruktur und die Netz-Bandbreite benötigt werden. Die Autoren und Administratoren der Wikipedia arbeiten alle ehrenamtlich.

Die Alfred P. Sloan Foundation ist eine philanthropische Stiftung, die 1934 von Alfred P. Sloan jr. gegründet wurde, dem damaligen Präsidenten und Chief Executive Officer von General Motors.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser Geldsegen auf die Struktur und das Selbstverständnis der Wikipedianer auswirken wird. Auch wenn die jährliche Million keinen Riesensprung im Budget bedeutet, ist damit zu rechnen, dass diese Zuwendung weitere Spenden nach sich ziehen wird.

Zur Ideologie der Wikipedia-Bewegung gehört die Unabhängigkeit und die Ehrenamtlichkeit der Mitarbeiter. Wenn bei Wikipedia in Zukunft grössere Geldbeträge zirkulieren werden, so wird irgend jemand entscheiden müssen, wozu dieses Geld verwendet wird: Verbesserung der technischen Infrastruktur? Finanzierung von qualitätsverbessernden Massnahmen? Flankierende bildungspolitische Aktionen? Übersetzungen in Minderheitensprachen?

Auf jeden Fall, so viel lässt sich wohl schon heute sagen, wird sich der Charakter von Wikipedia in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach nachhaltig verändern.

Hochschullehre 2.0

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In einem halben Dutzend Lehrveranstaltungen an den Univeristäten Basel, Luzern und Zürich habe ich in den letzten Semestern mit Wiki-Systemen und Weblogs gearbeitet. In jeder Lehrveranstaltung variierte ich das Szenario, um Erfahrungen zu sammeln und die unterschiedlichen Nutzungspotentiale auszuloten.

Die (Zwischen-)Bilanz ist durchaus positiv: Die Möglichkeiten sind enorm, die Bereitschaft der Studierenden, auf diese neuen Tools einzusteigen (mit ganz wenigen Ausnahmen) auch. Die Ergebnisse sind alles in allem erfreulich, und zwar auch dann, wenn die Nutzung und der Einsatz nicht oder kaum reglementiert und besprochen werden.

Ich habe eine erste Beschreibung der verschiedenen Szenarien auf unserer Plattform hist.net zusammengestellt. Im Laufe des Sommers soll eine ausführlichere und auch didaktisch fundiertere Auswertung folgen. Anregungen und Hinweise zu ähnlichen Unterfangen werden gerne und dankend in den Kommentarzeilen entgegengenommen!

Für das kommende Herbstsemester sind übrigens in Basel ein Forschungsseminar zum Thema «Wikipedistik. Medienpraktische Forschungen im Web.2.0» geplant sowie ein reguläres und intensiv mit einem Weblog begleitetes Seminar mit dem Titel «Archiv, Speicher, Gedächtnis. Wissenschaftshistorische und medientheoretische Erkundungen».

The Archives Wiki

babelblog

The American Historical Association has created an Archives Wiki that allows historians to collect and share information about archives around the world in a wiki format.

The Archives Wiki project is built on the MediaWiki platform and aims to leverage the collective knowledge and experience of historians and other archive users to create an important resource for anyone planning archival research. Registered and validated users can create entries on any library that they choose, or can elaborate current entries.

This latter feature is one that researchers will find especially useful, because it permits researchers to create up to the minute updates on what is (or isn’t) happening in a particular archive. Almost every researcher has had the experience of going to an archive, only to find that the collection he or she wants is being reindexed, or that the archive has closed for the week (or the month!) for renovations. If this project takes off, as I suspect it will (especially among younger researchers), then those planning a visit to a particular archive can know what is happening at their destination in something like real time. This alone makes the project worth participating in.

Already the site includes information on more than 100 archives, mostly in the United States. Sample entries in this newly created project include the American Library of Congress and the German Historical Association in Washington, D.C. Neither of these entries is anywhere close to complete and users of the site are encouraged to dive right in and add to, edit, or change these entries, or to create an entry on their own favorite archive.

This project is in its earliest stages and so it is difficult to assess how well it will work. But I certainly hope that scholars beyond the shores of North America will join in and add to the growing store of information in this project.

Wikipedia: zitieren oder nicht zitieren?

wikipedia_zitieren

Klaus Graf hat heute auf Inetbib ein sehr gutes Argumentarium verschickt, das ich gerne hier aufnehmen möchte:

(i) Jede Quelle ist “zitierfaehig”. Wenn ich etwas als “Quelle” heranziehe, muss ich sie nennen.

(ii) Alles kann als “Quelle” dienen. In einem Referat “Die duemmsten Irrtuemer der Wikipedia” zitiert man selbstverstaendlich die Wikipedia als Quelle.

(iii) Bietet ein allgemeines Nachschlagewerk eine besonders gelungene oder griffige Definition, so ist es Usus, diese als woertliches Zitat anzufuehren. Bei der Wikipedia hat es sich nicht anders zu verhalten.

(iv) Es gibt hunderte wissenschaftlich zitierfaehige Artikel, die auf dem Niveau eines spezialisierten Nachschlagewerks (nicht: Allgemeinenzyklopädie) sind, das selbstverstaendlich im wissenschaftlichen Diskurs zitiert wird (Lexikon des Mittelalters, Enzyklopädie der Neuzeit usw.).

(v) Vor jedem Zitat hat eine kritische Inhaltspruefung zu erfolgen. Die Wikipedia ist als Online-Quelle genauso zitierfaehig oder nicht zitierfaehig wie die gedruckte “Zwischen Amper und Würm: Heimatbeilage für den Landkreis Starnberg und das Würmtal”.

(vi) In verschiedenen Disziplinen und Kontexten gibt es schon hinsichtlich traditioneller Publikationen unterschiedliche Ansichten darueber, was “zitierfaehig”ist.

Unproblematisch scheinen mir die Punkte (i) und (ii) zu sein – zumindest in der neueren Geschichtswissenschaft ist die Fixierung auf bestimmte Quellengattungen aufgeweicht zu sein. Und dass man zitiert, worauf man sich stützt, ist selbstverständlich.

Interessant wird es meiner Meinung nach bei den Punkten (iii), (iv) und (v) . Hier schreibt Graf zu recht, dass es eine “eine besonders gelungene oder griffige Definition” sein soll, wenn aus einem Nachschlagewerk zitiert werden soll. Grundsätzlich bin ich mit Graf in diesem Punkt vollkommen einverstanden. (weiterlesen…)

Mechanismen medialer Aufmerksamkeit

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Nach diversen Medienberichten im April und dann im Herbst über den Kurs «Schreiben für Wikipedia» hat sich kürzlich auch die Redaktion von intern, der Mitarbeiter/innenzeitung der Uni Basel für die Veranstaltung interessiert – was mich sehr gefreut hat. Den kurzen Bericht gibt es hier, ein längere Version folgt demnächst.

Noch eine Online-Enzyklopädie

Die “Encyclopedia of Life” will in den nächsten 10 Jahren die bestehenden wissenschaftlichen Informationen zu den bekannten 1.8 Millionen Arten an Lebewesen auf der Erde kostenlos via Internet zugänglich machen. Dahinter steht eine Reihe beeindruckender wissenschaftlicher und internationaler Institutionen, die über diese Informationen verfügen und gewillt sind, diese auch frei zugänglich zu machen. Dafür steht nicht nur das Knowhow, sondern auch eine Menge Geld zur Verfügung, nämlich 100 Millionen Dollar (vgl. Meldung bei heise).

Das hat rein gar nichts mit Geschichte zu tun – leider. (weiterlesen…)

Tagwerke – Vom Tagebuch zum Weblog

Bevor wir hier vollends zu einem Wikipedia-Weblog degenerieren, erlaube ich mir, wieder ein wenig kulturwissenschaftlichen Wind in diese Spalten zu bringen. Das Museum für Kommunikation hat anfangs April 2007 ein ganz wunderhübsches Weblog ins Netz gestellt, das sich dem Thema Tagebuch widmet. Anlass ist eine für Frühjahr 2008 geplante Ausstellung mit dem Titel «Dir sag ich alles. Vom Tagebuch zum Weblog». Das Tagwerke-Weblog dient der Vorbereitung und Einstimmung ins Thema und ist gleichzeitig ein Arbeits-Journal der Ausstellungsmacher/innen. Wir freuen uns auf die Ausstellung in Frankfurt, auf spannende Diskussionen im Vorfeld und auf weiterhin so lesenswerte Beiträge im Tagwerke wie bisher.