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Einträge von jan hodel

Zeittaucher – Geschichtsblog des Monats Januar 2010

Ein neues Weblog ist in der deutschen Geschichtsblogosphäre aufgetaucht: der “Zeittaucher” von Christian Jung. Zeittaucher ist ein aktives Weblog eines fleissigen Schreibers: Seit seinem Start Dezember 2009 hat Jung in seinem Weblog vermutlich mehr Einträge gepostet als die deutsche Geschichtsblogosphäre zusammen. Dabei pflegt er einen erfrischend journalistische Themenwahl und einen kolumnistischen Stil. (weiterlesen…)

Selbstversuch (I): Ich als «Experte» im Fernsehen

SF Wissen mySchool vom 18.01.2010

Ich wollte schon immer herausfinden, wie sich das anfühlt, im Fernsehen zu erscheinen, sozusagen meine eigenen 15 Minutes of Fame zu bekommen. (weiterlesen…)

Ebenfalls Online: Deutsche-Biographie.de


Nicht nur Docupedia-Zeitgeschichte, auch die über 90′000 Einträge aus der Allgemeinen Deutschen Biographie und der Neuen Deutschen Biographie sind seit heute über die neu gestaltete Website Deutsche-Biographie.de online zugänglich, nachdem Teile daraus bereits im letzten Jahr im Rahmen des Kooperationsprojektes Biographie-Portal.eu aufgerufen werden konnten. Mehr über die Projekte kann in einem Artikel von Hans Günter Hockerts und einem Beitrag von Bernhard Ebneth und Stefan Jordan in Erfahrung gebracht werden.

Diese Lancierung wird in diesen Tagen an der Tagung “Vom Nachschlagewerk zum Informationssystem” am Historischen Kolleg in München feierlich begangen.

Docupedia-Zeitgeschichte ist online

Vor zwei Wochen startete das lang erwartete Projekt Docupedia-Zeitgeschichte, ein Online-Nachschlagewerk zur Zeitgeschichte, das hier schon mehrmals Erwähnung gefunden hat. Es befasst sich in seinen Einträgen nach eigenen Angaben mit den “zentralen Begriffen, Konzepten, Forschungsrichtungen und Methoden der zeithistorischen Forschung” und will die Debatten um die methodischen und theoretischen Grundlagen des Faches dokumentieren.
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Geschichte der Blogs der Geschichte

Kollega Graf von Archivalia hat sich verdankenswerterweise der Aufgabe angenommen, zu überprüfen, welche der in der Rubrik “Geschichtsblog des Monats” aufgeführten Weblogs im Jahr 2010 bislang ein Lebenszeichen von sich gegeben haben. Sein Fazit: Von 36 sind 25 noch pudelmunter. Einige der elf leblosen Blogs waren als befristete Semester- oder Tagungsblogs angelegt – hier wird die geneigte Leserschaft mit uns einig gehen, dass dies noch nicht als Zeichen eines nachlassenden Blog-Enthusiasmus zu deuten sei.
Bei der Gelegenheit sei noch vermerkt, dass sich an den Geschichtstagen der Gedanke regte, die Vertreterinnen und Vertreter der Geschichtsblogosphäre einmal an einem realen Ort zum Gedankenaustausch zu versammeln. Mehr zu dieser Idee folgt hier bei gegebener Zeit.

Die Grenzen der Reflexion beim Schreiben von Blog-Posts über Tagungen

grenze bei basel

Die Grenze bei Basel. Nass. Unfreundlich. Nebulös. Interpretationsoffen.

Die 2. Schweizer Geschichtstage sind mittlerweile ihrerseits Geschichte, in der Internet-Zeitrechnung (die auch für historisch orientierte Blogs gilt, selbst wenn sie von Schweizern – manchmal auch von Schweizerinnen- geschrieben werden) sogar Prähistorie: nach «gefühlter» Zeit liegen die 2. sogar schon weiter zurück, als es bis zu den 3. dauert (diese werden, ein kleiner Informationshappen zwischendurch, anno 2013 in Freiburg im Üechtland, also im schweizerischen Freiburg, durchgeführt).

Dieses einleitende Gemurmel versucht zu verschleiern, dass die Männer von hist.net alt geworden sind (wie Kollega Haber – wie immer – bereits treffend bemerkt hat). Das Privileg, als einzige oder zumindest erste Teilnehmer – eben ganz «digitale historians» – von solchen Anlässen zu berichten (wie weiland in Schleswig), mussten wir mittlerweile preisgeben. Die Konkurrenz schläft nicht: Die Laptop-Dichte hat an den Geschichtstagen erheblich zugenommen, und auch wenn nicht alle den mittlerweile standardmässig vorhandenen PWLAN-Zugang fürs Bloggen nutzten, so sind wir doch in der Berichterstattung über die Geschichtstage regelrecht abgehängt worden. (weiterlesen…)

Georgian London – Geschichtsblog des Monats Dezember 2009

Immer am Jahresende werden von den amerikanischen Kollegen des Gruppenblogs History News Network die Cliopatra Awards für die besten (englischsprachigen) Geschichtsblogs vergeben – eine (wie in entsprechenden Einträgen der letzten Jahren nachvollziehbar) ideale Vorlage für unsere Rubrik “Geschichtsblog des Monats”. Dieses Mal ging die Auszeichnung für das beste individuelle Geschichtsblog an “Georgian London” von Lucy Inglis.
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Geschichte des Digitalen?

Beim Bücherholen im Freihandmagazin entdeckte ich reihenweise Regale voller Publikationen, die sich “uralt” anfühlten, weil sie einen Gegenstand beschreiben (bspw. Office 2000 oder Netscape 4.5), der bereits heute nur noch schwerlich in seiner digitalen Form aufzufinden ist. Wie ist das wohl in 50 Jahren, schoss es mir durch den Kopf. Ist dann dieses Buch (oder ein anderes) vielleicht sogar das einzige noch vorhandene Zeugnis dieser Büro-Software, bzw. dieses Web-Browsers? Ist das Buch dann überhaupt noch vorhanden, oder schon von Google Books gescannt und im Altpapier entsorgt?

Dies ist nur ein kleiner, laienhafter Gedankensplitter aus dem Wissenschaftsalltag zum grundsätzlichen Problem der Langzeitarchivierung digitaler Daten und zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Buchkultur, was beides in unserem Weblog von weitaus kundigerer Seite, nämlich durch Kollega Haber, bereits ausführlich verhandelt wurde.

Wikipedia: Die erste (und letzte?) Million


Am 28. Dezember 2009 ist der einmillionste Artikel1 in der deutschsprachigen Wikipedia erstellt worden. Dazu gratulieren auch wir der beteiligten Community zunächst einmal ganz herzlich. Das Jubiläum belegt zwar die Vitalität des offenen Enzyklopädie-Mitmach-Projektes, wird aber überschattet von einem seit längerem anhaltenden erbitterten Disput über seine zukünftige Ausgestaltung. (weiterlesen…)

  1. Passenderweise ein biografischer Artikel über einen noch lebenden, halbwegs bekannten Wissenschafter in den USA []

Nie mehr Nerds im Netz, nur noch Normalos?


Die Zeit der Nerds im Netz sei vorbei, meint Florian Knoke in Spiegel Online, denn: “Das Internet gehört den Normalos“. Ja, mehr noch: Die Nerds hätten das Netz zwar gern zu ihrem Erfolgsprojekt gemacht, aber sowohl die Cordhosen-Träger-Lötkolben-Zeilenkommando-Tipper der 80er- und 90er-, wie auch die Neue-Welt-Ordnung-Idealisten der 00er-Jahre hätten den angestrebten Einfluss auf die Entwicklung des Netzes gar nie ausüben können. Der Erfolg des Internets sei allein den Normalos zu verdanken, die das Netz ganz unspektakulär udn langweilig in ihren Alltag integriert haben, der da heisst: Selbstoptimierung. Die Nerds von heute seien eher jene, die sich von Computern und Internet fernhalten. (weiterlesen…)