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	<title>Kommentare zu: Zitieren von und in Weblogs</title>
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	<description>Weblog zu Geschichte und Digitalen Medien</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 21:09:15 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Mark Stoneman</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/744/comment-page-1#comment-46411</link>
		<dc:creator>Mark Stoneman</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 16:30:27 +0000</pubDate>
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		<description>Ein weiteres Problem ist immer: wird dann das zitierte Blog überhaupt noch da sein? Da hilft WebCite, die Seiten speichert, so dass man immer auf das Orginal zurückschauen kann. WebCite bietet auch ein Bookmarklet, so dass das Speichern und zitieren ziemlich einfach ist. Bisher habe ich den Service nicht für einen Aufsatz benützt, aber er war doch nützlich für einen Plagiatsfall. Hier der Link: http://www.webcitation.org/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres Problem ist immer: wird dann das zitierte Blog überhaupt noch da sein? Da hilft WebCite, die Seiten speichert, so dass man immer auf das Orginal zurückschauen kann. WebCite bietet auch ein Bookmarklet, so dass das Speichern und zitieren ziemlich einfach ist. Bisher habe ich den Service nicht für einen Aufsatz benützt, aber er war doch nützlich für einen Plagiatsfall. Hier der Link: <a href="http://www.webcitation.org/" rel="nofollow">http://www.webcitation.org/</a></p>
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		<title>Von: goncourt</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/744/comment-page-1#comment-41809</link>
		<dc:creator>goncourt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 20:21:40 +0000</pubDate>
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		<description>Das Problem, wie zitierfähig ein Text aus einem Weblog ist, berührt ja unter anderem auch folgende Fragen:

- wie benutzt der Historiker das Blog überhaupt: als vertieftes Arbeitsinstrument oder nebenher als Notizbuch? Besteht da nicht &lt;em&gt;innerhalb&lt;/em&gt; des Mediums Weblog (bzw. Internet, das ja insgesamt noch nicht wirklich akzeptiert wird) ein ähnlicher Unterschied wie z.B. innerhalb des Mediums Zeitschrift zwischen Kolumne/Feuilleton und Fachartikel?
- Öffentlichkeitsrahmen als Autorisierungsrahmen: gab es eine Redaktion? Das Weblog insbesondere bietet den Rahmen für einiges  Subjektivität, an Spielraum, mit &quot;ungesicherten Genres&quot; zu spielen. Diese Subjektivität, diesen Spielraum würde ich dann implizit mitzitieren. Ist sie erwünscht?
- Zu welchem Zweck zitiere ich aus einem Weblog: um eine These mit Material zu untermauern, oder um eine Einschätzung bzw. Position wiederzugeben? Als Diskursmedium bzw. als Anstoß für eine Diskussion auch im Papierbereich eignet sich das Weblog hervorragend.

Außerdem berührt diese Frage auch die Veränderungen des Schriftlichkeits-/Öffentlichkeitsbegriffs insgesamt: wird das Internet, die digitale Veröffentlichung darin nicht noch immer als eher fragwürdig eingeschätzt gegenüber Publikationen auf Papier (siehe oben)? 

(Die Crux liegt wahrscheinlich darin, dass für die Veröffentlichung im Internet kaum Aufwand nötig ist, zur Not täte es ein Gratis-Massenhoster, während es eine Zeitschriftenveröffentlichung mit einem großen, ökonomisch-materiellen Apparat aufzunehmen hat, weswegen letztere von vorne herein als &quot;objektiver&quot; gilt.

Letztlich bleibt für mich immer, auch beim Lesen von Wikipedia-Artikeln, die vielleicht von gestandenen Historikern verfasst wurden, das Gelesene sowieso zu hinterfragen, durch welchen Publikationsrahmen auch immer ein Artikel gestützt wird. Von daher relativieren sich solche Prinzipien (&quot;50%-Regel&quot; u.ä.) auch schnell wieder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem, wie zitierfähig ein Text aus einem Weblog ist, berührt ja unter anderem auch folgende Fragen:</p>
<p>- wie benutzt der Historiker das Blog überhaupt: als vertieftes Arbeitsinstrument oder nebenher als Notizbuch? Besteht da nicht <em>innerhalb</em> des Mediums Weblog (bzw. Internet, das ja insgesamt noch nicht wirklich akzeptiert wird) ein ähnlicher Unterschied wie z.B. innerhalb des Mediums Zeitschrift zwischen Kolumne/Feuilleton und Fachartikel?<br />
- Öffentlichkeitsrahmen als Autorisierungsrahmen: gab es eine Redaktion? Das Weblog insbesondere bietet den Rahmen für einiges  Subjektivität, an Spielraum, mit &#8220;ungesicherten Genres&#8221; zu spielen. Diese Subjektivität, diesen Spielraum würde ich dann implizit mitzitieren. Ist sie erwünscht?<br />
- Zu welchem Zweck zitiere ich aus einem Weblog: um eine These mit Material zu untermauern, oder um eine Einschätzung bzw. Position wiederzugeben? Als Diskursmedium bzw. als Anstoß für eine Diskussion auch im Papierbereich eignet sich das Weblog hervorragend.</p>
<p>Außerdem berührt diese Frage auch die Veränderungen des Schriftlichkeits-/Öffentlichkeitsbegriffs insgesamt: wird das Internet, die digitale Veröffentlichung darin nicht noch immer als eher fragwürdig eingeschätzt gegenüber Publikationen auf Papier (siehe oben)? </p>
<p>(Die Crux liegt wahrscheinlich darin, dass für die Veröffentlichung im Internet kaum Aufwand nötig ist, zur Not täte es ein Gratis-Massenhoster, während es eine Zeitschriftenveröffentlichung mit einem großen, ökonomisch-materiellen Apparat aufzunehmen hat, weswegen letztere von vorne herein als &#8220;objektiver&#8221; gilt.</p>
<p>Letztlich bleibt für mich immer, auch beim Lesen von Wikipedia-Artikeln, die vielleicht von gestandenen Historikern verfasst wurden, das Gelesene sowieso zu hinterfragen, durch welchen Publikationsrahmen auch immer ein Artikel gestützt wird. Von daher relativieren sich solche Prinzipien (&#8220;50%-Regel&#8221; u.ä.) auch schnell wieder.</p>
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