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	<title>Kommentare zu: Wikipedia in den Wissenschaften &#124; Werkstattgespräch in Basel (4)</title>
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	<description>Weblog zu Geschichte und Digitalen Medien</description>
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		<title>Von: Carbidfischer</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/363/comment-page-1#comment-10581</link>
		<dc:creator>Carbidfischer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2007 23:49:26 +0000</pubDate>
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		<description>Volle Zustimmung zu AndreasPraefcke.

Kleine Ergänzung: Wenn die Studenten auch nach mehreren Semestern nicht selbst erkennen können, welche Quellen gut und zuverlässig sind, dann hat ihre Ausbildung offensichtlich versagt und sie hätten sich das Studium auch gleich sparen können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Volle Zustimmung zu AndreasPraefcke.</p>
<p>Kleine Ergänzung: Wenn die Studenten auch nach mehreren Semestern nicht selbst erkennen können, welche Quellen gut und zuverlässig sind, dann hat ihre Ausbildung offensichtlich versagt und sie hätten sich das Studium auch gleich sparen können.</p>
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		<title>Von: weblog.histnet.ch</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/363/comment-page-1#comment-8314</link>
		<dc:creator>weblog.histnet.ch</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 22:04:08 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Desanka Schwara stellte anlässlich ihres Kommentars zum Werkstatt-Gespräch zu Wikipedia in den Wissenschaften eine konkrete Frage zur Qualitätssicherung in Wikipedia: Darf ich die “Probe aufs Exempel” machen? Lieber Jan, kannst Du mir sagen, wer die “Nymphe Hybris” ist? Sie soll laut Wikipedia die Mutter des Gottes Pan sein. Und die “Hybriden”? Die ganzen klugen Bücher (und Menschen), die sich auf diesem Gebiet auskennen, wissen nichts davon (der grosse, der kleine und der neue Pauly nicht, alle Oxford und Cambridge Nachschlagewerke zu alter Geschichte nicht, auch einschlägige Experten nicht). Wie kann ich herausfinden, woher diese Information in Wikipedia stammt, und wie kann ich sie überprüfen? Und evtl. noch mehr darüber lesen? Das wäre echt toll. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Desanka Schwara stellte anlässlich ihres Kommentars zum Werkstatt-Gespräch zu Wikipedia in den Wissenschaften eine konkrete Frage zur Qualitätssicherung in Wikipedia: Darf ich die “Probe aufs Exempel” machen? Lieber Jan, kannst Du mir sagen, wer die “Nymphe Hybris” ist? Sie soll laut Wikipedia die Mutter des Gottes Pan sein. Und die “Hybriden”? Die ganzen klugen Bücher (und Menschen), die sich auf diesem Gebiet auskennen, wissen nichts davon (der grosse, der kleine und der neue Pauly nicht, alle Oxford und Cambridge Nachschlagewerke zu alter Geschichte nicht, auch einschlägige Experten nicht). Wie kann ich herausfinden, woher diese Information in Wikipedia stammt, und wie kann ich sie überprüfen? Und evtl. noch mehr darüber lesen? Das wäre echt toll. [...]</p>
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		<title>Von: AndreasPraefcke</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/363/comment-page-1#comment-8200</link>
		<dc:creator>AndreasPraefcke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 09:03:00 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt m. E. durchaus Wikipedia-Artikel, die das Niveau von Fachlexika erreichen, ihre Quellen ausführlich darlegen und genauso zitierfähig sind wie etwa das &quot;Lexikon des Mittelalters&quot;. Dass in vielen Fällen ein Wikipedia-Artikel in wissenschaftlicher Abwägung besseren Quellen unterliegen dürfte, ist sonnenklar.

Nur: Niemand kann mir erzählen, dass ein Student heute nicht zuallererst einmal sein Thema googelnd umkreist, bevor er anfängt zus schreiben oder auch nur in Bibliothekskatalogen zu recherchieren. Alles andere wäre auch grob fahrlässig: vielleicht gibt es die ultimative Quellenedition online, vielleicht einen neuen Fachaufsatz, eine neue Rezension, eine neue wissenschaftliche Entwicklung, den entscheidenden Hinweis auf andere Forscher. Wenn dieser Student dann den Wikipediaartikel zum Thema findet und ihn nicht mal anschaut, vergibt er eine Möglichkeit, gewisse Literaturangaben, Volltexte, Websites zur Kenntnis zu nehmen. Natürlich kann der Artikel Schrott sein. Aber auch ein Fachaufsatz zu einem bestimmten Thema kann ziemlicher Schrott sein, und trotzdem sollte man wenigstens mal drübergelesen haben.

Nun kommt ein weiterer Aspekt in die Diskussion hinzu: die wissenschaftliche Lauterkeit. Wenn mir der Wikipedia-Artikel nicht nur durch einen marginalen Quellenhinweis, sondern wirklich entscheidend weitergeholfen hat, dann wäre es unlauter, ihn nicht zu zitieren. Das Zitierverbot wird dann zum Plagiatsgebot. Es wäre aber auch unwissenschaftlich, einen Denkanstoß gar nicht erst aufzunehmen. Dann ist das Zitierverbot plötzlich gar ein Denkverbot.

Wenn ein Professor etwas &quot;für grundsätzlich nicht zitierfähig erklärt&quot;, behindert er damit letztlich die Freiheit der Wissenschaft und traut seinen Studenten die Quellenkritik, immerhin eine der wichtigsten Kompetenzen, von vornherein nicht zu. Das apodiktische Verbieten ohne Ansehen des Einzelfalls fördert wohl wie jede Zensur das Versteckespielen (beim Regelübertreter) oder die Selbstbeschränkung in vorauseilendem Gehorsam (beim Regelbefolger).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt m. E. durchaus Wikipedia-Artikel, die das Niveau von Fachlexika erreichen, ihre Quellen ausführlich darlegen und genauso zitierfähig sind wie etwa das &#8220;Lexikon des Mittelalters&#8221;. Dass in vielen Fällen ein Wikipedia-Artikel in wissenschaftlicher Abwägung besseren Quellen unterliegen dürfte, ist sonnenklar.</p>
<p>Nur: Niemand kann mir erzählen, dass ein Student heute nicht zuallererst einmal sein Thema googelnd umkreist, bevor er anfängt zus schreiben oder auch nur in Bibliothekskatalogen zu recherchieren. Alles andere wäre auch grob fahrlässig: vielleicht gibt es die ultimative Quellenedition online, vielleicht einen neuen Fachaufsatz, eine neue Rezension, eine neue wissenschaftliche Entwicklung, den entscheidenden Hinweis auf andere Forscher. Wenn dieser Student dann den Wikipediaartikel zum Thema findet und ihn nicht mal anschaut, vergibt er eine Möglichkeit, gewisse Literaturangaben, Volltexte, Websites zur Kenntnis zu nehmen. Natürlich kann der Artikel Schrott sein. Aber auch ein Fachaufsatz zu einem bestimmten Thema kann ziemlicher Schrott sein, und trotzdem sollte man wenigstens mal drübergelesen haben.</p>
<p>Nun kommt ein weiterer Aspekt in die Diskussion hinzu: die wissenschaftliche Lauterkeit. Wenn mir der Wikipedia-Artikel nicht nur durch einen marginalen Quellenhinweis, sondern wirklich entscheidend weitergeholfen hat, dann wäre es unlauter, ihn nicht zu zitieren. Das Zitierverbot wird dann zum Plagiatsgebot. Es wäre aber auch unwissenschaftlich, einen Denkanstoß gar nicht erst aufzunehmen. Dann ist das Zitierverbot plötzlich gar ein Denkverbot.</p>
<p>Wenn ein Professor etwas &#8220;für grundsätzlich nicht zitierfähig erklärt&#8221;, behindert er damit letztlich die Freiheit der Wissenschaft und traut seinen Studenten die Quellenkritik, immerhin eine der wichtigsten Kompetenzen, von vornherein nicht zu. Das apodiktische Verbieten ohne Ansehen des Einzelfalls fördert wohl wie jede Zensur das Versteckespielen (beim Regelübertreter) oder die Selbstbeschränkung in vorauseilendem Gehorsam (beim Regelbefolger).</p>
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		<title>Von: weblog.histnet.ch</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/363/comment-page-1#comment-8104</link>
		<dc:creator>weblog.histnet.ch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2007 20:51:42 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Anlässlich des Workshops “Wikipedia in den Wissenschaften” habe ich in der Diskussion und in den anschliessenden Gesprächen (auch in den Rückmeldungen, etwa von Desanka Schwara) folgende Einsichten gewonnen: [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Anlässlich des Workshops “Wikipedia in den Wissenschaften” habe ich in der Diskussion und in den anschliessenden Gesprächen (auch in den Rückmeldungen, etwa von Desanka Schwara) folgende Einsichten gewonnen: [...]</p>
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