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Wikipedia in den Wissenschaften | Werkstattgespräch in Basel (1)

Übermorgen ist es soweit. Unser Werkstattgespräch in Basel zum Thema «Wikipedia in den Wissenschaften» wird über die Bühne gehen. In den letzten Tagen kamen sehr viele Anfragen und Anmeldungen. Ursprünglich war meine Befürchtung, dass ich alleine mit den Referenten im Seminarraum des Instituts sitzen werde. Mittlerweile habe ich den etwas grösseren Raum im Untergeschoss reserviert und denke, das war ganz gut so. Auch inhaltlich weiss ich noch nicht so ganz genau, was uns erwarten wird. Ich hoffe, dass wir in der knappen Zeit die ganze Bandbreite an Themen, die aktuell diskutiert wird, werden zumindest anschneiden können: Darf man Wikipedia in einer wissenschaftlichen Arbeit zitieren? Soll man als Wissenschafter selber in Wikipedia schreiben? Und fördert Wikipedia nicht die Faulheit und Abschreibelust der Studierenden? Das sind natürlich alles Themen, die je für sich mehr als drei Stunden Zeit brauchen, um auch nur ansatzweise seriös diskutiert zu werden. Und trotzdem, es ist ja immer das gleich: Workshops und Tagungen sind dazu da, damit man sich im Vorfeld in ein Thema einlesen kann. Und damit man nachher, nach der Veranstaltung, zusammensitzen und weiterdiskutieren kann.

Ein Kommentar auf “Wikipedia in den Wissenschaften | Werkstattgespräch in Basel (1)”

  1. Dominik Landwehr meint:

    Wunderbare, konzentrierte und lehrreiche Veranstaltung. Wichtigste Erkenntnis für mich: Wikipedia ist ein verwirrendes Phänomen. Mir gefielen die Präsentationen von Jan Hodel und der beiden HLS Vertreter, ich bin überrascht, dass ein Phänomen wie die Wikipedia so viel Druck auf eine klassische Lexikonredaktion macht. Schlussfolgerung: Ein pragmatischer Umgang empfiehlt sich – Wikipedia ist nicht des Teufels; auch Lexika haben ihre Schattenseiten. Etwas schmunzeln muss ich auch am abend noch über die Ansicht von Maren Lorenz, dass Wikipedia männerdominiert sei. Ich kanns nicht beurteilen. Aber mir scheint ein bisschen mehr Lockerheit wär doch angebracht. Sehr schöner Satz von Tholen von der „gespreizten Gegenwart“. Freue mich auf mehr so kluge öffentliche Anlässe und bin gespannt auf die Erkenntnisse aus dem Kurs von Peter Haber.

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