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	<title>Kommentare zu: In Wien brennt die Uni. Na und?</title>
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	<description>Weblog zu Geschichte und Digitalen Medien</description>
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		<title>Von: Jan Hodel</title>
		<link>http://weblog.histnet.ch/archives/3420/comment-page-1#comment-57327</link>
		<dc:creator>Jan Hodel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 23:46:20 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ich anfinge, hier meine Befindlichkeit auszubreiten, würde das anders aussehen. Aber ich nehme den Ball von Kollega Haber gerne auf, um auf den gerne verdrängten Umstand hinzuweisen, dass die (nationalsozialistisch kontrollierte) Deutsche Studentenschaft (=Dachverband der deutschen Studentenorganisationen) 1933 die berüchtigte &lt;a href=&quot;http://www.verbrannte-buecher.de/t3/index.php?id=93&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Bücherverbrennung organisierte&lt;/a&gt;. Damit sei (leider nicht ganz so elegant) die Aufmerksamkeit wieder auf das Thema &quot;Unsensibilität&quot; bei der Verwendung aktivistischer Parolen zurückgelenkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich anfinge, hier meine Befindlichkeit auszubreiten, würde das anders aussehen. Aber ich nehme den Ball von Kollega Haber gerne auf, um auf den gerne verdrängten Umstand hinzuweisen, dass die (nationalsozialistisch kontrollierte) Deutsche Studentenschaft (=Dachverband der deutschen Studentenorganisationen) 1933 die berüchtigte <a href="http://www.verbrannte-buecher.de/t3/index.php?id=93" rel="nofollow">Bücherverbrennung organisierte</a>. Damit sei (leider nicht ganz so elegant) die Aufmerksamkeit wieder auf das Thema &#8220;Unsensibilität&#8221; bei der Verwendung aktivistischer Parolen zurückgelenkt.</p>
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		<title>Von: Peter Haber</title>
		<link>http://weblog.histnet.ch/archives/3420/comment-page-1#comment-57326</link>
		<dc:creator>Peter Haber</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 16:28:48 +0000</pubDate>
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		<description>Wir danken Kollega Hodel für diesen persönlichen Beitrag und freuen uns, dass es ihm so elegant gelungen ist, vom eher allgemeinen (aber offenbar nicht allgemein für relevant gehaltenen) Thema Unsensibilität (um es höflich auszudrücken) der Wiener Studierenden auf das eher spezifische Thema der Hodelschen Befindlichkeit überzuleiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir danken Kollega Hodel für diesen persönlichen Beitrag und freuen uns, dass es ihm so elegant gelungen ist, vom eher allgemeinen (aber offenbar nicht allgemein für relevant gehaltenen) Thema Unsensibilität (um es höflich auszudrücken) der Wiener Studierenden auf das eher spezifische Thema der Hodelschen Befindlichkeit überzuleiten.</p>
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		<title>Von: Jan Hodel</title>
		<link>http://weblog.histnet.ch/archives/3420/comment-page-1#comment-57323</link>
		<dc:creator>Jan Hodel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 07:09:28 +0000</pubDate>
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		<description>Hmmm, in den 1980er Jahren hat die Teenie-Neue-Deutsche-Welle-Punk-Pop-Band &quot;Extrabreit&quot; (!) bereits die Parole &quot;Hurra, Hurra, die Schule brennt&quot; ausgegeben (siehe &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=myyd5HAzxqg&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;). Dort war die Logik (?) aber &quot;Schule brennt = schulfrei&quot; - ob das hier bei der Uni auch so gemeint sein soll? Ach ja, und die Jugendunruhen von 1980 (die auch Kollega Haber mitbekommen hat, die aber damals an den Unis keine Spuren im Sinne von Aula besetzen hinterliess) hatten auch mal so eine Parole: &quot;Züri brännt&quot;, da gibt es sogar einen &lt;a href=&quot;http://www.absolutmedien.de/main.php?view=film&amp;id=1075&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Film gleichen Namens&lt;/a&gt;. Auflehnung - Protest - Feuerzeug: Gehört wohl irgendwie zusammen. Dabei gäbe es genügend problematische Beispiele des politisch relevanten Zündelns, wie Kollega Haber zurecht bemerkt. Mir fällt da spontan noch Fahrenheit 451 von Ray Bradbury ein (verfilmt von François Truffaut: Dort rückt die Feuerwehr aus, um Bücher zu verbrennen. Die sind nämlich allesamt in der zukünftigen Gesellschaft verboten. 
Ich selber habe übrigens an den Studi-Protesten, die 1988 durch die damalige BRD rauschten (also eigentlich vor &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Studentenprotest#.E2.80.9EUniMut.E2.80.9C-Streik_1988.2F89&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;allem durch Berlin&lt;/a&gt;) noch selbst aktiv mitgewirkt. Damals haben wir nicht nur die Aula besetzt, sondern mit Rollkommandos auch aktiv Lehrveranstaltungen gesprengt und den Streik auch gegen &quot;wissensdurstige&quot; Streikbrecher durchgesetzt. Naja, was das gebracht hat. Damals waren die schlechten Studienbedingungen auch ein Thema, eher ausserhalb (Wohnungssituation), aber durchaus auch innerhalb der Uni (Studien- und Prüfungsordnungen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hmmm, in den 1980er Jahren hat die Teenie-Neue-Deutsche-Welle-Punk-Pop-Band &#8220;Extrabreit&#8221; (!) bereits die Parole &#8220;Hurra, Hurra, die Schule brennt&#8221; ausgegeben (siehe <a href="http://www.youtube.com/watch?v=myyd5HAzxqg" rel="nofollow">YouTube</a>). Dort war die Logik (?) aber &#8220;Schule brennt = schulfrei&#8221; &#8211; ob das hier bei der Uni auch so gemeint sein soll? Ach ja, und die Jugendunruhen von 1980 (die auch Kollega Haber mitbekommen hat, die aber damals an den Unis keine Spuren im Sinne von Aula besetzen hinterliess) hatten auch mal so eine Parole: &#8220;Züri brännt&#8221;, da gibt es sogar einen <a href="http://www.absolutmedien.de/main.php?view=film&#038;id=1075" rel="nofollow">Film gleichen Namens</a>. Auflehnung &#8211; Protest &#8211; Feuerzeug: Gehört wohl irgendwie zusammen. Dabei gäbe es genügend problematische Beispiele des politisch relevanten Zündelns, wie Kollega Haber zurecht bemerkt. Mir fällt da spontan noch Fahrenheit 451 von Ray Bradbury ein (verfilmt von François Truffaut: Dort rückt die Feuerwehr aus, um Bücher zu verbrennen. Die sind nämlich allesamt in der zukünftigen Gesellschaft verboten.<br />
Ich selber habe übrigens an den Studi-Protesten, die 1988 durch die damalige BRD rauschten (also eigentlich vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Studentenprotest#.E2.80.9EUniMut.E2.80.9C-Streik_1988.2F89" rel="nofollow">allem durch Berlin</a>) noch selbst aktiv mitgewirkt. Damals haben wir nicht nur die Aula besetzt, sondern mit Rollkommandos auch aktiv Lehrveranstaltungen gesprengt und den Streik auch gegen &#8220;wissensdurstige&#8221; Streikbrecher durchgesetzt. Naja, was das gebracht hat. Damals waren die schlechten Studienbedingungen auch ein Thema, eher ausserhalb (Wohnungssituation), aber durchaus auch innerhalb der Uni (Studien- und Prüfungsordnungen).</p>
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