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	<title>Kommentare zu: Geschichtslernen mit Copy &amp; Share</title>
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	<description>Weblog zu Geschichte und Digitalen Medien</description>
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		<title>Von: Philipp Nordmeyer</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/2260/comment-page-1#comment-56717</link>
		<dc:creator>Philipp Nordmeyer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 10:03:54 +0000</pubDate>
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		<description>Wir wachsen ohne Copyright auf. Wenn wir Fragen haben, fragen wir unsere Eltern. Die erklären uns (hoffentlich) warum der Himmel blau ist oder warum die Sonne untergeht. Wir nehmen Wissen als Allgemeingut wahr. In der Schule wird auch nicht auf Urheberrechte hingewiesen, sondern man lernt was im Buch steht. In einer anderen Klasse oder auf einer anderen Schule lernen die Kinder meistens genau das gleiche. Also die Präsenz des selben Wissens in Kopie. Wenn jeder Lehrer oder jedes Lehrbuch ein dezentralisierter Wissensspeicher ist, ist Wikipedia ein zentraler Wissensspeicher mit dem genau umgegangen wird, wie mit Lehrern oder Büchern. Genau wie man aufschreibt, was ein Lehrer an die Tafel schreibt oder abschreibt, was in einem Buch steht, kopieren die Schüler Dinge aus Wikipedia.

Für mich sieht das so aus, als wäre nicht Wikipedia das Problem, sondern die Methodik, die den Schülern beigebracht wird. Die Methodik funktioniert nur so lange, wie sie im eigenen Mikrokosmos aus ausgewählter Literatur und ausgewählten Meinungen angewandt wird. Wirklich prüfen lernen die Schüler nicht. Noch dazu wird wenig über Urheberrechte geredet.

Dabei ist in der heutigen Zeit alles flüchtiger. Musik, Filme, Bilder, Texte - alle geistigen Güter können heute sehr schnell kopiert und transferiert werden. Kopierbar ist alles, auch wenn es illegal ist. Man muß versuchen ein Gefühl für geistiges Eigentum zu vermitteln.

Ohne Philosophisch werden zu wollen, diese geistigen Güter finden mehr zu ihrer Ursprungsform zurück. Gedanken werden aufgeschrieben, damit sie festgehalten werden und verteilt werden können. Heute sind (digitale) Texte wieder viel näher am Gedanken. Flüchtig, schnell veränderbar, nur gleichzeitig können sie auch schnell um die Welt reisen. Das gleiche gilt für Musik und Bilder jeder Art. Ich muss sagen, dass mir die heutige Version lieber ist, aber wir müssen wohl noch lernen damit umzugehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wachsen ohne Copyright auf. Wenn wir Fragen haben, fragen wir unsere Eltern. Die erklären uns (hoffentlich) warum der Himmel blau ist oder warum die Sonne untergeht. Wir nehmen Wissen als Allgemeingut wahr. In der Schule wird auch nicht auf Urheberrechte hingewiesen, sondern man lernt was im Buch steht. In einer anderen Klasse oder auf einer anderen Schule lernen die Kinder meistens genau das gleiche. Also die Präsenz des selben Wissens in Kopie. Wenn jeder Lehrer oder jedes Lehrbuch ein dezentralisierter Wissensspeicher ist, ist Wikipedia ein zentraler Wissensspeicher mit dem genau umgegangen wird, wie mit Lehrern oder Büchern. Genau wie man aufschreibt, was ein Lehrer an die Tafel schreibt oder abschreibt, was in einem Buch steht, kopieren die Schüler Dinge aus Wikipedia.</p>
<p>Für mich sieht das so aus, als wäre nicht Wikipedia das Problem, sondern die Methodik, die den Schülern beigebracht wird. Die Methodik funktioniert nur so lange, wie sie im eigenen Mikrokosmos aus ausgewählter Literatur und ausgewählten Meinungen angewandt wird. Wirklich prüfen lernen die Schüler nicht. Noch dazu wird wenig über Urheberrechte geredet.</p>
<p>Dabei ist in der heutigen Zeit alles flüchtiger. Musik, Filme, Bilder, Texte &#8211; alle geistigen Güter können heute sehr schnell kopiert und transferiert werden. Kopierbar ist alles, auch wenn es illegal ist. Man muß versuchen ein Gefühl für geistiges Eigentum zu vermitteln.</p>
<p>Ohne Philosophisch werden zu wollen, diese geistigen Güter finden mehr zu ihrer Ursprungsform zurück. Gedanken werden aufgeschrieben, damit sie festgehalten werden und verteilt werden können. Heute sind (digitale) Texte wieder viel näher am Gedanken. Flüchtig, schnell veränderbar, nur gleichzeitig können sie auch schnell um die Welt reisen. Das gleiche gilt für Musik und Bilder jeder Art. Ich muss sagen, dass mir die heutige Version lieber ist, aber wir müssen wohl noch lernen damit umzugehen.</p>
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