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	<title>Kommentare zu: HOK Lesen/Schreiben: Plagiate &#8211; oder: vom Abschreiben zum Fotokopieren zum Copy/Paste</title>
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	<description>Weblog zu Geschichte und Digitalen Medien</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 21:09:15 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: hist.net Weblog &#187; Blog Archive &#187; HOK Reden: Fluch der Verfügbarkeit</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/180/comment-page-1#comment-44</link>
		<dc:creator>hist.net Weblog &#187; Blog Archive &#187; HOK Reden: Fluch der Verfügbarkeit</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2006 13:21:09 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ich habe letzthin über die Deutung zunehmender Plagiate sinniert. Darauf sind auch interessante Kommentare verfasst worden. Das Thema hat mich in der Auseinandersetzung mit einer Kollegin auf einen Artikel von Arthur Sterngold gebracht, der auf den Zusammenhang mit den Unterrichtsmethoden verwies. Er plädiert für einen Wechsel von einem instruktionsbasierten zu einem lernbasierten Unterrichtsstil: Besser durchdachte und begleitete Aufträge an die Studierenden und mehr Interaktion mit ihnen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ich habe letzthin über die Deutung zunehmender Plagiate sinniert. Darauf sind auch interessante Kommentare verfasst worden. Das Thema hat mich in der Auseinandersetzung mit einer Kollegin auf einen Artikel von Arthur Sterngold gebracht, der auf den Zusammenhang mit den Unterrichtsmethoden verwies. Er plädiert für einen Wechsel von einem instruktionsbasierten zu einem lernbasierten Unterrichtsstil: Besser durchdachte und begleitete Aufträge an die Studierenden und mehr Interaktion mit ihnen. [...]</p>
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		<title>Von: Martin Mayer</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/180/comment-page-1#comment-43</link>
		<dc:creator>Martin Mayer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2006 08:45:00 +0000</pubDate>
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		<description>Also ein langsamer, schleichender Übergang, zunächst durch das Aufkommen der Fotokopie, die (intellektuell aufwendigeres) Exzerpieren teilweise überflüssig machte, hin zum kompletten Übernehmen von Textpassagen per Rechner und Textprogramm, unterstützt vom fehlenden Forschergeist der Dozenten. Klingt alles ein bißchen nach den Verfallserscheinungen der Spätantike, als immer mehr Leute dazu übergingen, die lateinischen Klassiker nur auswendig zu lernen und immer weniger von ihnen noch wirklich verstanden, was sie da &quot;nachbeteten&quot;. Da ließen sich sicherlich noch viel mehr Parallelen ziehen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ein langsamer, schleichender Übergang, zunächst durch das Aufkommen der Fotokopie, die (intellektuell aufwendigeres) Exzerpieren teilweise überflüssig machte, hin zum kompletten Übernehmen von Textpassagen per Rechner und Textprogramm, unterstützt vom fehlenden Forschergeist der Dozenten. Klingt alles ein bißchen nach den Verfallserscheinungen der Spätantike, als immer mehr Leute dazu übergingen, die lateinischen Klassiker nur auswendig zu lernen und immer weniger von ihnen noch wirklich verstanden, was sie da &#8220;nachbeteten&#8221;. Da ließen sich sicherlich noch viel mehr Parallelen ziehen&#8230;</p>
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		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://weblog.hist.net/archives/180/comment-page-1#comment-42</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2006 15:17:00 +0000</pubDate>
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		<description>Betr.: &quot;Das Prinzip der wissenschaftlichen Lauterkeit wird von Lernenden nicht verstanden, weil sie die ihnen gestellten Aufgaben einfach nur sehen als „Zusammentragen und Reproduzieren von Informationen, die andere Personen geschrieben haben“&quot;

Ja, genau das ist es. Der Aufschrei der Plagiatsentdecker sollte sich nicht zuerst gegen die Plagiierenden, sondern gegen die Leute wenden, die das durch ihre ganze Art zu Lehren und zu Arbeiten fördern. Durch schlechtes Vorbild (der Name des Professors steht auf dem Buch, von dem jeder Student weiß, dass es von den Assistenten stammt), durch das ewige Wiederkäuen und Wiederaufwärmen der eigenen paar schlichten Thesen in zig Artikeln und Veranstaltungen, durch das gegenseitige Gefälligkeitszitieren, das wirkliche wissenschaftliche Streitgespräche ersetzt, durch langweiligen und veralteten Frontalunterricht und durch das sture Abfragen von Fakten in Klausuren. Im meinem universitären BWL-Grundstudium waren die allermeisten Klausuren &quot;multiple choice&quot;, und in ein paar anderen musste man irgendwelche Konzepte nachbeten. Und im Hauptstudium war es auch nicht viel besser. Eigene Ideen jedenfalls waren überhaupt nicht gefragt. Intellektuelle Zeitverschwendung in Reinkultur, wie auch ein Großteil meiner Schulzeit. Jedem Studenten, der auf solche Fragestellungen solcher Leute ein wohlgeformtes Copy&amp;Paste abliefert, ist geradezu zu gratulieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Betr.: &#8220;Das Prinzip der wissenschaftlichen Lauterkeit wird von Lernenden nicht verstanden, weil sie die ihnen gestellten Aufgaben einfach nur sehen als „Zusammentragen und Reproduzieren von Informationen, die andere Personen geschrieben haben“&#8221;</p>
<p>Ja, genau das ist es. Der Aufschrei der Plagiatsentdecker sollte sich nicht zuerst gegen die Plagiierenden, sondern gegen die Leute wenden, die das durch ihre ganze Art zu Lehren und zu Arbeiten fördern. Durch schlechtes Vorbild (der Name des Professors steht auf dem Buch, von dem jeder Student weiß, dass es von den Assistenten stammt), durch das ewige Wiederkäuen und Wiederaufwärmen der eigenen paar schlichten Thesen in zig Artikeln und Veranstaltungen, durch das gegenseitige Gefälligkeitszitieren, das wirkliche wissenschaftliche Streitgespräche ersetzt, durch langweiligen und veralteten Frontalunterricht und durch das sture Abfragen von Fakten in Klausuren. Im meinem universitären BWL-Grundstudium waren die allermeisten Klausuren &#8220;multiple choice&#8221;, und in ein paar anderen musste man irgendwelche Konzepte nachbeten. Und im Hauptstudium war es auch nicht viel besser. Eigene Ideen jedenfalls waren überhaupt nicht gefragt. Intellektuelle Zeitverschwendung in Reinkultur, wie auch ein Großteil meiner Schulzeit. Jedem Studenten, der auf solche Fragestellungen solcher Leute ein wohlgeformtes Copy&amp;Paste abliefert, ist geradezu zu gratulieren.</p>
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